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Monat: Januar 2017

Natur pur!

Natur pur!

Hallo, wir sind`s mal wieder. Wir hatten euch ja im letzten Beitrag versprochen von unseren Ausflügen ins Grüne zu berichten. Mittlerweile ist noch viel mehr passiert, aber der Reihe nach:

Am Samstag (07.01.) hatten wir einen richtig geilen Tag. Wir waren Ziplining in den Baumkronen des Dschungels und das Wetter meinte es richtig gut mit uns. Kein Regen und die Sonne kam auch zum Mittag hin raus. Bereits die ca. einstündige Busfahrt von Chiang Mai in die Berge hatte es in sich und wir waren froh zum Frühstück nur eine Banane gegessen zu haben. Angekommen war kaum Zeit sich über die Höhe Gedanken zu machen. Rein in die Sicherheitsgurte, Helm auf und ab geht die wilde Fahrt. Über 30 Drahtseile sind wir in 2h entlang gerast. Das Längste war 1,1 km und damit auch das Längste in ganz Thailand. Das war echt beeindruckend und wir würden es jederzeit wieder machen. Leider hatte ich noch keine Zeit die echt coolen Videos zusammenzuschneiden. Ich hol das aber nach. Versprochen!

Nach der Rückfahrt über Stock und Stein waren wir dann erstmal erledigt. Aber der krönende Abschluss des Tages lag noch vor uns. Wer einmal in Chiang Mai ist, sollte unbedingt die thailändische Garküche „Lemongrass“ besuchen. Ist zwar dank Tripadvisor kein Geheimtipp mehr und deswegen kann es auch mal sein, dass man warten muss, aber das Warten hat sich definitiv gelohnt. Das beste Curry bisher! Wie es in der Lokalität Brauch ist, haben wir uns natürlich auch auf der Wand verewigt – hier ein kleines Suchbild für euch:

Am Sonntag stand dann Curry-Selbermachen auf dem Plan. Der Tageskurs in der Smile Organic Farm begann mit dem Besuch eines lokalen Marktes wie es ihn in Thailand überall gibt. Wir lernten einiges über die frischen Zutaten und konnten uns ein bisschen umsehen. Unsere Gruppe an diesem Tag bestand lediglich aus 3 Mädels (USA, Australien und Deutschland) und uns. Das war sehr angenehm und wir hatten viel Spaß zusammen. Auf der Farm selber werden fast alle Zutaten zu den Gerichten auch angebaut. Wir konnten uns also auch einige Sachen selber ernten und vieles probieren. Gekocht wurde auch. Erst Frühlingsrollen zusammen, dann jeder Vorspeise, Hauptgericht, Suppe, Salat für sich am eigenen Wok. Wir haben sogar die Currypaste für unser Hauptgericht selbst hergestellt. Unter der Anleitung der Küchenchefin war das alles kein Problem. Nur wenn sie gesagt hat, dass es nicht scharf ist, konnte man ihr nicht trauen. 😉 Wir haben mehr als die Hälfte eingepackt und mitgenommen, weil es einfach zu viel war. Nur beim Dessert hat Tina sogar meine Portion noch geschafft. Da gab es nämlich Sticky Rice mit Mangostücken. Das ist dampfgegarter klebriger Reis der mit Palmzucker gesüßt wird. Tinas neues Lieblingsgericht nach Pad Thai. Kugelrund konnten wir zum Abschluss unsere Füße in eine heiße Quelle baumeln lassen, die es auch fast überall hier in den Bergen gibt. Zurück in Chiang Mai habe ich mich endlich mal massieren lassen. Ich hab eine Tok Sen Massage nahe einer Tempelanlage ausprobiert. Dabei wird man am ganzen Körper mit Hammer und Meisel aus Holz bearbeitet. Es war ok. Der „Massagesalon“ etwas gewöhnungsbedürftig und die Masseuse sehr belustigt von meiner Unbeweglichkeit. 😀

Am Montag sind wir nach Chiang Rai gefahren und haben den schönen sonnigen Tag damit verbracht 4h an der Busstation auf unseren Bus zu warten, weil kein früherer mehr frei war und dann 3,5h im Bus zu sitzen. Der Bus war sehr komfortabel mit mehr Beinfreiheit als in deutschen Bussen und der Ausblick auf die Berge super. Leider konnten wir das super Wetter nicht ausnutzen. Schade. In Chiang Rai sind wir sofort los und haben eine Tempel- und Wandertour gebucht. Wir haben vor nur 2 Tage zu bleiben und wir hatten gehofft, das Wetter würde noch einen Tag halten.

Falsch gedacht! In Chiang Rai hat es ununterbrochen geregnet. Mal mehr, mal weniger. Wir hatten im Endeffekt aber trotzdem Glück mit unserem Ausflug. Noch bevor der Regen richtig anfing, waren wir schon im weißen Tempel, dem Wahrzeichen der Region. Der Tempel ist erst 20 Jahre alt und steht für die junge Generation der Thais. Echt was anderes als die ganzen Goldtempel, die wir bisher besucht haben. Unsere privater Guide hat sich den ganzen Tag super um uns gekümmert. Er hat uns, da wir noch Zeit bis zur Bootsfahrt hatten, eine Höhle gezeigt, in der Mönche meditieren. Es war völlig ruhig im Inneren nur ein paar Geräusche von Fledermäusen waren zu hören. Die anschließende Bootsfahrt war aufgrund des Regens und der eingeschränkten Sicht nicht der Hit. Aber viel schlimmer war der Anblick der sich uns am Ende der Fahrt bot. Wir kamen in einem Elefantencamp an, dass aufs Reiten ausgelegt ist. Über 10 Elefanten auf sehr wenig Raum, angekettet und nur frei um geritten zu werden. Wir haben unserem Guide schon vorher gesagt, dass wir nicht reiten wollen und sind gleich zum Mittagessen weitergezogen. Die traurigen Augen konnten wir leider nicht so einfach hinter uns lassen. Nach dem Essen ging es endlich zu Fuß in die Berge. Vorbei an Teeplantagen, Bauerndörfer, einem Wasserfall und Ananasfelder hatten wir trotz des Regens viel Spaß. Es war schön sich endlich mal körperlich zu betätigen und auch das anschließende Aufwärmen in einer heißen Quelle haben wir sehr genossen. Tinas Highlight kam jedoch erst als wir fast wieder im Hotel waren. Unser Guide hielt an und kaufte für uns Sticky Rice in Bambus gegart. Der war noch warm und selbst ich konnte diesmal nicht widerstehen. Der Reis war nochmal besser als der in der Kochschule.

Am Mittwoch wollten wir eigentlich unseren Blog schreiben und Wäsche waschen, denn es hatte sich richtig schön eingeregnet. An der Waschmaschine haben wir dann aber Ina kennengelernt. Sie ist Norwegerin und mit ihrem australischen Freund Dylan unterwegs. Wir haben uns alle auf Anhieb super verstanden und so haben wir den ganzen Tag über Gott und die Welt geredet, Wäsche gewaschen, Karten gespielt und sind am Abend zusammen noch etwas in der kleinen Stadt umhergezogen.

Einen Tag später fuhren wir dann mit Ina und Dylan im selben Bus wieder nach Chiang Mai zurück. Hier hat uns die Sonne wieder begrüßt und wir haben uns gleich nochmal im „Lemongrass“ den Bauch vollschlagen.

Freitag haben wir uns getraut einen Roller zu mieten und auf eigene Faust Richtung Berge zu fahren. Es gibt um Chiang Mai einige Wasserfälle zu erkunden und das macht man am Besten per Roller. Anfangs war es schon ganz schön anstrengend mit dem Linksverkehr und den unzähligen Rollern um einem herum. Im Endeffekt fährt hier zwar jeder wie er will, aber es wird viel mehr Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer genommen. Es ist also mit ein bisschen Gefühl für den Roller überhaupt kein Problem mehr gewesen sich durch den Verkehr zu schlängeln. Und so haben wir 2 Wasserfälle besucht. Erst den Huay Keaw Wasserfall, an dem wir uns länger aufgehalten haben und richtig schön entspannen konnten. Später noch den Wonthathan Wasserfall, für den wir sogar umgerechnet 5 Euro Eintritt zahlen mussten. Nicht gerade eine lohnende Investition.

Samstag wollten wir den Tempel oberhalb der Wasserfälle besuchen und da wir schon gelesen haben, dass der immer voller Touristen ist, wollten wir gleich um 8 Uhr oben sein. Wenn man aber erst um 10 Uhr aufsteht wird das eher schwierig 😉

Also kleine Planänderung. Doch erst wieder zum Wasserfall und anschließend, wenn alle Touristen weg sind, hoch zum Tempel. Leider haben sich die Touristen nicht an die Änderung gehalten. Da oben war selbst 30 Minuten vor Schließung des Tempels noch die Hölle los. Wirklich schön war der Tempel jetzt auch nicht. Das Beste war der Ausblick auf Chiang Mai und das Beobachten der unterschiedlichsten Leute, die alle (wie wir) hoch gekommen waren, um ein Selfie mit diesem Ausblick im Hintergrund zu machen. Manche von ihnen müssen ungefähr 100 Fotos geschossen haben. Wir haben es bei ein paar belassen und haben uns dann mit unserem kleinen Flitzer wieder den Berg herunter geschlängelt. Abends waren wir noch mit Martin (einem Gleitschirmfluglehrer aus Mannheim) essen. Auch ein cooler Typ, den wir am Wasserfall kennengelernt haben. Man lernt hier echt immer wieder nette Leute mit den unterschiedlichsten Lebensgeschichten kennen. Das ist wirklich unglaublich spannend.

Für Sonntag stand für uns ein Ausflug ins Elefantencamp auf dem Programm. Wir waren ein bisschen aufgeregt, ob es uns auch so gefällt, wie den vielen Leuten, die uns davon vorgeschwärmt haben. Und leider sind wir ziemlich ernüchtert von den Dickhäutern zurückgekehrt. Diese Art von Ausflügen und Camps gibt es hier wirklich überall im Norden. Das bekannteste und älteste Camp (Elephant Naturepark) ist bis Mitte März völlig ausgebucht. Wir haben uns dann für Chiang Thai Heritage entschieden. Dieses Camp ist direkt neben dem Naturepark, aber viel kleiner mit nur 3 Elefanten. Ich weiß nicht, ob wir mit den falschen Erwartungen an die Sache herangegangen sind. Im Endeffekt wissen wir ja auch gar nicht wie Elefanten, die nicht mehr ohne den Menschen leben können, artgerecht zu halten sind, aber unser Gefühl sagt uns, dass es nicht richtig war hier her zu kommen. Die Elefanten haben jeden Tag den selben Tagesablauf: gefüttert werden von den Touristen, Selfies, Küsschen, Umarmungen, Trinken und nach dem Mittagessen ab zum Schlammloch und in den Fluss zum Baden. Uns war das einfach zu unnatürlich. Wir hätten die Tiere viel lieber in freier Natur mit gewissem Abstand beobachtet als mit ihnen auf Kuschelkurs zu gehen. Einer der Elefanten (erst seit 2 Monaten in diesem Camp) wollte nicht ins Schlammloch und wurde am Ohr in den Dreck gezogen. Die Schreie gehen einem bis ins Mark. Das werden wir nie vergessen. Klar ist das ein besseres Leben als das eines Zirkus-, Reit-, oder Arbeitselefanten, aber wirklich toll ist was anderes. Es geht wie so oft leider mehr ums Geld als um das Tier. Die Tiere sind eben Kapital und uns Touristen wird das sorgsame Camp für ausgemusterte Zirkuselefanten verkauft. Es muss jeder selbst entscheiden, ob er das unterstützen möchte, aber wir werden so ein Camp sicher nicht mehr besuchen.

Abends haben wir mit Ina und Dylan den völlig überfüllten Sunday Market besucht. Alle Märkte der Stadt haben am Sonntag geschlossen und die Stände werden in der Innenstadt für eine Nacht aufgebaut. Es war die Hölle los. Wir haben uns zum Essen in eine der Seitenstraßen verzogen und den letzten Abend mit unseren neuen Freunden ausklingen lassen. Wir werden uns in Sydney auf jeden Fall wiedersehen!

Am Montag sollte unsere Reise in den Süden weitergehen. Wir hatten bereits vorher schon die Flüge über Bangkok nach Chumpon und meinen Tauchschein auf Koh Tao gebucht. Nur das Wetter wollte irgendwie nicht so richtig mitspielen. Schon seit Wochen regnet und stürmt es dort und die Vorhersagen sahen auch nicht wirklich gut aus. Also mal wieder spontane Planänderung. Ab nach Bangkok und dann? Wir wollen Strand und Sonne! Von mehreren Seiten bekamen wir den Tipp es mit Ko Chang zu versuchen, eine Insel im Osten nahe Kambotscha. Also gut, am Flughafengate entschieden – eine Nacht in Bangkok und am nächsten Tag mit dem Bus und der Fähre 6,5 h nach Ko Chang. Viele Thailandreisende haben sich wohl für diese Variante entschieden, denn es gab kaum noch Unterkünfte auf der Insel. Wir hatten aber mal wieder Glück und sind bei TP HUT super untergekommen. Tja und jetzt sind wir seit Dienstag hier und genießen es wirklich sehr. Das Wetter ist perfekt (über 30 Grad und Sonne) und die Insel ist es für uns auch. Heute mussten wir zwar die Unterkunft wechseln, weil bei TP HUT alles ausgebucht ist, aber das haben wir gleich damit verbunden, uns für die nächsten 5 Tage bei einer Tauchschule einzumieten. Ab morgen starte ich meinen Open Water Diver und freue mich schon richtig drauf. Tina auch, denn sie ist mich dann erstmal 3 Tage los und kann sich entspannen 😉

 

Hoffentlich kann ich euch beim nächsten Mal tolle Unterwasseraufnahmen zeigen.

 

Bis dahin eine schöne Zeit, wo immer ihr auch seid.

Eure Weltenbummler

Hello and Goodbye Bangkok – Welcome to Chiang Mai

Hello and Goodbye Bangkok – Welcome to Chiang Mai

Die erste Etappe unserer Reise liegt nun hinter uns und wir sind schon wieder weitergezogen, aber wir wollen es nicht versäumen euch ein bisschen was über unsere ersten Tage in Thailand zu erzählen.

Wie ihr mitbekommen habt, sind wir ins neue Jahr geflogen. Und es war… naja… wirklich unspektakulär! Wir sind wieder erst mit Verspätung gestartet (exakt um 23:45 Uhr). Quasi noch im Steigflug kam eine freundliche Durchsage des Piloten, dass wir nun das Jahr 2017 erreicht haben. Rechts und links konnten wir trotz unserer Gangplätze einige Raketen im Nachthimmel erspähen. Wir waren aber zu beschäftigt mit unserem Bildersuchspiel im Monitor vor uns und so verbrachten wir den wohl ruhigsten Jahreswechsel überhaupt.

Angekommen in Bangkok war es dann vorbei mit der Ruhe. Bangkok ist selbst für uns Wahlmünchner eine zu große und wuselige Stadt. Außerdem merkt man die 1 Jahr andauernde Staatstrauer hier an allen Ecken und Enden. Überall prangern Bilder des verstorbenen Königs und alle Thais tragen Trauerkleidung. Da sind wir am ersten Tag ganz schön aufgefallen mit unseren Neonoutfits. 😀

Natürlich haben wir in 4 Tagen das volle Touri-Programm abgespielt. Wir sind Tuk Tuk gefahren, haben eine Bootstour gemacht, waren in der Kaoh San Road unterwegs und haben einige Tempel besucht.  Ich glaube wir haben knapp 100.000 Buddhas in allen möglichen Formen gesehen, allen voran den liegenden Buddha im Wat Pho Tempel. Nach so viel Trubel in den Straßen und den Farben der Wats sehnten wir uns nach etwas Höherem … Unser Highlight in Bangkok war definitiv der Besuch der Moonbar am letzten Abend. Im 59. Stockwerk des Banyan Tree Hotel haben wir uns Mojitos über den Dächern der Stadt schmecken lassen. Obwohl ich etwas mit der Höhe zu kämpfen hatte und meinen Blick nur in die Ferne schweifen lassen konnte, würde ich es jedem empfehlen sowas mal zu machen. Einfach unbeschreiblich!

Abschließend hier ein paar Fotos aus der Hauptstadt…

 

[ab hier schreibt Tina]

 

Seit zwei Tagen sind wir nun in Chiang Mai. „The Rose of the North“ empfing uns mit etwas kühleren Temperaturen (20 Grad) und kleinen Regentropfen. Bei so einem Wetter begleitet mich mein Freund sogar mal in ein Museum 😉 Das „Art in Paradise“ ist eine Sammlung von 3D-Bildern. Martin und ich durften vor Ort selbst kreativ werden. Die Ergebnisse lassen sich, denke ich, sehen:

 

Heute machten wir uns auf Chiang Mai zu erobern. Durch eines der vier historischen Stadttore (Tha Pae Gate) ging es rein in den Kern der Altstadt. Wir ließen uns dabei von einem Tempel zum Nächsten treiben und uns von den vielen goldenen Chedis, Glöckchen, Fähnchen und Räucherstäbchen verzaubern. Wenn es außenrum auch manchmal nicht so ordentlich zuging, blitzte immer wieder ein glitzernder Drache, Buddha oder Elefant auf und wir standen im nächsten schönen Wat. Nach so viel asiatischem Stadtleben freuen wir uns aber auf morgen, wenn wir endlich mal ins Grüne kommen…dazu mehr im nächsten Beitrag und jetzt gleich noch ein paar Eindrücke aus dem Norden Thailands:

 

Seid lieb gegrüßt und bleibt dran!

Martin und Tina